Arbeitskreis Urheberrecht

Es gibt keine Kunst, die nicht wiederverwertet. Dies ist bei digitale Daten besonders einfach, denn sie können sehr einfach vervielfältigt werden. Zudem schafft der technischer Fortschritt immer wieder neue Nutzungsarten traditioneller Kunstgüter. Daher ist es kein Wunder, dass hier die zunehmende Digitalisierung in besonderem Maße zu einer Veränderung der Gesellschaft und ihrer Verhaltensweisen gesorgt hat.

Nicht erst seit den Diskussionen um ACTA ist klar: Es gibt eine eklatante Differenz zwischen rechtlicher Situation und Umsetzung. Dieser Arbeitskreis möchte sich dem schwierigen und umfangreichen Thema widmen und tragfähige Lösungen entwickeln.

Uns ist dabei wichtig, keine pauschalen Antworten zu liefern, sondern nach echten Kompromissen zu suchen. Dabei ist es uns wichtig, kreative Berufe nicht ab- sondern aufzuwerten. Laut einer Studie machen die Einnahmen aus urheberrechtlicher Verwertung nur einen geringen Teil des Einkommens aus. Dieses hängt wiederum nicht vom Schutz abhängt, den das Urheberrecht gewährt, sondern in erster Linie von den Verträgen mit Verwertern wie Verlagen, Musikfirmen und anderen. Doch auch die Ängste dieser Wirtschaftszweige müssen in unsere Überlegungen einfließen. Gleichzeitig dürfen wir nicht der Kriminalisierung der privaten Anwenderinnen und Anwender Vorschub leisten. Überwachungsmethoden wie die diskutierte 3-Strikes-Method und ihre Abwandlungen lehnen wir ab.

Um ein Urheberrecht und eine Leistungsschutzrecht für das 21. Jahrhundert zu entwickeln müssen wir viele Fragen beantworten und Bedürfnisse gegeneinander abwägen. Dabei werden wir uns insbesondere mit Regulierungsalternativen wie "Creative Commons" oder ähnlichen Lizenzen auseinandersetzen.

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